Sie alle kennen das Problem, eine behindertengeeignete Praxis möglichst in gut erreichbarer Nähe zu finden. Wir haben deshalb bereits vor längerer Zeit Kontakt zur KV Saarland sowie zur Ärztekammer des Saarlandes, Abt. Zahnärzte aufgenommen, um hier seitens der Ärzte zu brauchbaren Aussagen zu kommen.
Hier das bisherige Ergebnis, dass aus unserer Sicht sehr hilfreich ist: Wir haben einen „Wunschzettel“ erstellt, wie eine Arztpraxis aus unserer Sicht mindestens ausgestattet sein sollte. Dies war Grundlage aller Gespräche. Die KV Saarland teilt uns mit, dass sie unsere Anregungen zur behindertengerechten Praxisausstattung so weit wie möglich aufgegriffen haben.
Unter www.kvsaarland.de finden Sie „Arztsuche im Internet“ in drei Rubriken:
So ist eine Arztsuche zu jeder Zeit möglich. Alle Angaben beruhen allerdings auf Auskünften der jeweiligen Praxis, sind also nicht überprüft.
Diese Fragen stellen sich für einen stark gehbehinderten Menschen oder für einen Rollstuhlfahrer, der einen Arzt aufsuchen muss:
Wir bedanken uns an dieser Stelle bei allen Ärzten, die die Mühe und die Kosten nicht gescheut haben, uns Behinderten den Arztbesuch etwas zu erleichtern.
Bei einigen Ärzten sind Toiletten unerlässlich (z.B. Urologe, Frauenarzt), bei allen anderen Ärzten sehr wünschenswert. Das Entleeren von Blase oder Darm ist häufig Grundvoraussetzung für die Untersuchung, aber es führt die Nervosität bei einem Arztbesuch doch auch häufig zu Harndrang. Auch die Toilettentür sollte möglichst 0,80 m nicht unterschreiten. Die Toilettenschüssel sollte so positioniert sein, dass sie sowohl von vorn und wenigstens von einer Seite mit dem Rollstuhl anfahrbar ist. Dieser Raum sollte nicht mit Handtuchhalter, Seifenspender oder Ähnlichem verbaut werden, da diverse Rollstuhlfahrer sich seitlich auf die Toilette ziehen müssen. Haltegriffe wären sehr wünschenswert. Bei der Anbringung und richtigen Positionierung kann die DIN 18024/25 dienen. Besser ist es jedoch, Sie holen den Rat eines erfahrenen Rollstuhlfahrers ein. Soweit ein solcher nicht bekannt ist, kann Ihnen die „KISS“ Kontakt- und Informationsstelle für Selbsthilfe im Saarland (0681 375738) weiterhelfen.