Das ärgert uns!

Wallparty

Sicherlich ist ein solch die Stadtteile verbindendes Fest grundsätzlich zu begrüßen. Es ist auch richtig, dass es optisch zumindest reizvoll war, wie man das Pique-Nique-Culturel ausgerichtet hat.

Bedauerlich ist an der ganzen Geschichte nur, dass man offensichtlich keinen Gedanken dafür verwendet hat, dass vielleicht auch behinderte Menschen an einem solchen Fest teilhaben möchten. Da war die Frontseite des Restaurationszeltes noch über den Plattenweg erreichbar, sich an einen der Tische zu setzen aber auf der weichen Rasenfläche unmöglich. Alles aus der Entfernung gesehen sieht ja schließlich auch ganz nett aus, irgendetwas wird schon in den hübschen Zelten sein.

Wenn dies ein Fest für die Stadt sein sollte, dann bitte für ganz Saarlouis, also auch die Älteren und Gehbehinderten. Wir waren da und sind frustriert wieder gegangen angesichts dieses Konzeptes.

Die Macher einer solchen Veranstaltung sollten sich darüber im Klaren sein, woraus eine Stadtbevölkerung besteht und für wen sie ein solches Fest konzipieren. Dann hat auch eine ganze Stadt Spaß daran.

Screening-Center

Der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) hat nach § 91 Abs. 5 SGB V Krebsfrüherkennungsrichtlinien beschlossen.

Mit diesem Programm zur Früherkennung von Brustkrebs werden Frauen zwischen 50 und 69 Jahren aufgerufen, an einem kostenlosen Mammographie-Sreening teilzunehmen.

In Saarlouis werden Frauen in das Untersuchungszentrum der Frauenärzte Dr. Bitsch und Dr. Keller in der Lothringer Strasse bestellt.

Es ist keine Frage, dass bei dieser Altersgruppe verstärkt auch behinderte Frauen - z. B. als Rollstuhlfahrerinnen - dabei sind.

Wir haben - da diese Untersuchung auch bei der Abwicklung schon gewisse Probleme mit sich bringt - vor der anberaumten Untersuchung angefragt, ob dies für Rollstuhlfahrerinnen praktizierbar ist. Dies wurde bejaht.

Vor Ort mussten wir dann feststellen, dass der Eingang über zwei Stufen und eine nach außen öffnende Tür führt, also nur mit kräftiger Hilfe zu bewältigen ist! Für eine behinderte Frau ohne Helfer eine unmögliche Situation! Mit Hilfe einer anderen Patientin war der Zugang letztlich zu bewältigen, wobei dann einer Mitarbeiterin - nachdem wir im Vorzimmer waren - einfiel, dass man die Tür festmachen kann. Auch dann wäre der Zugang für eine Rolli-Fahrerin ohne fachgerechte Hilfe nicht möglich gewesen.

Nach der Untersuchung kam dann einer anderen Mitarbeiterin der Einfall, dass man ja den Eingang durch die Tiefgarage benutzen könne, und hier gab es dann nur eine kleine Stufe an der Tür und eine weitere zur Fahrbahn - beide zu bewältigen.

Warum - so fragen wir uns - hat man für dieses Screening-Center solche Räumlichkeiten gewählt, die keine Rücksicht auf Barrierefreiheit nehmen, und weshalb sind zu allem Überfluss die Mitarbeiter so unflexibel, dass man nicht wenigstens versucht, die bestehenden Barrieren den Behinderten anzukündigen? Allein ein kleines Schild am Eingang und eine Klingel wären da schon eine große Hilfe und würden die Situation ein wenig entspannen. Dann wäre der Zugang durch die Garagenzufahrt ein erträgliches Übel.

Rollstuhlfahrer muss eine Treppe herunterfahren
Zum Seitenanfang